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Nikolauskirche, Diemtigen

Kirche und Pfarrhaus prägen den unteren Dorfteil. 1314 erstmals erwähnt: romanische Saalkirche, drei Rundbogenfenster auf der Südseite, eingezogener trapezförmiger Chor. Heutiger Bau vor 1453 fertig gestellt. Seit 1527, der Einführung der Reformation durch den ehemaligen Augustiner Chorherren Peter Kunz aus Erlenbach, ist Diemtigen eine eigene Kirchgemeinde. Im 18. Jahrhundert Kirchenschiff gegen Westen verlängert und gewölbte Holzdecke eingebaut. Kirche 1956 umfassend restauriert.

Die Rekonstruktionszeichnung (Abb. links) der Südfassade zeigt die Entwicklung der Fensteröffnungen: in der Mitte romanischer Rundbogen, rechts davon gotischer Spitzbogen, links barocker Stichbogen.

Die heutigen Wandbilder aus der Zeit des 1. Weltkrieges vom Kirchen- und Glasmaler Paul Zehnder (1884 – 1973). Auf dem Chorbogen die Himmelfahrt Jesu Christi. An der Chorrückwand Garten Gethsemane.

Der achteckige spätgotische Taufstein laut Inschrift 1572 renoviert, Wappen von Pfarrer Johann Rudolf Kyburz und seiner Gattin Katharina Salome Lupicius. Im Kanzelfenster zwei Scheiben nach Entwürfen von Zehnder und Robert Schär (1894 - 1973), der gute Hirte und Erzengel Michael, über dem Nordeingang Sämann.

Die polygonale Holzkanzel aus dem 16. Jahrhundert im Renaissance-Stil.

Die heutige Orgel 2000 von der Firma Kuhn Männedorf, die vierte seit 1795, das Orgelgehäuse aus Lärchenholz (Schnitzereien Diemtiger Künstler).

Die drei reich verzierten Glocken aus den Jahren 1629 von David Zehnder Bern,1637 von M.K. (vermutlich aus Fribourg) und 1973 von Rüetschi Aarau.
Stimmung: fis’ – a’ – h’

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