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Mauritiuskirche, Saanen

Massiger Turm aus romanischer Zeit. Kirche 1444 - 47 in gotischem Stil um- und neugebaut, grosser Chor und zahlreiche Altäre. 1930 durch Karl Indermühle (1877 - 1933) restauriert, 1940 nach einem Brand und 1978 renoviert.

An der Südfassade zwei Darstellungen des Christophorus (um 1400). Vom jüngeren grösseren Wandbild Rötelvorzeichnung erhalten, vom älteren kleineren im Kirchenschiff nur ein Fragment.

Die um 1470 entstandenen Wandmalereien wurden 1604 weiss übertüncht und ab 1929 wieder freigelegt. An der Nordwand des Schiffs Fragmente: Jüngstes Gericht, Abendmahl und Schweisstuch der Veronika. An der Südwand des Chors das Martyrium des Mauritius.

Empore an der Südwand: Anbetung der Könige. Am Triumphbogen Marienkrönung und Gefangennahme Jesu; im Scheitel segnender Christus, seitlich zwei Heilige und Apostelbüsten über Spruchbändern. Im Chor von links nach rechts die vier Evangelisten mit den Kirchenvätern; Szenen aus dem Leben Mariae und der Kindheit Jesu; Szenen aus dem Alten Testament. Am Chorbogen zwölf Apostel, darunter Andreas mit seinem Kreuz.

Renaissancekanzel von H.J. Schärer 1628, Schalldeckel mit Intarsien 1646. Taufstein anfangs 16. Jahrhundert aus Sandstein mit Blendmasswerk, Reliefs mit Evangelistensymbolen und Halbfiguren von Johannes dem Täufer, Jakobus dem Älteren, Maria mit Christusknaben, Mauritius.

Das Orgelgehäuse 1746 aus dem Temple du Lac in La Neuveville, von Jakob Rychener (1694 - 1755), die rotblaue Marmorierung mit vergoldeten, reich geschnitzten Verzierungen wurde beim Einbau des neuen Werks von Mathis und Söhne aus Näfels 1984 wieder hergestellt.

Die sechs Glocken von Rüetschi Aarau sind Nachbildungen der mittelalterlichen, beim Brand von 1940 zerstörten.
Stimmung: b - es’ – f’ – g’ – b’ – c’’

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