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Pfarrkirche St. Stephan, Jaun

Die Pfarrkirche St. Stephan wurde 1908 - 1910 auf Initiative des aus dem Elsass stammenden Pfarrers Julius Desfossez nach den Plänen von Léon Hertling (1867 - 1948) im Heimatstil (Reformarchitektur) erbaut. 1992 restauriert.

Schiff mit zweifach geknickter Holzdecke, gegliedert durch 7 gekrümmte Streben auf Konsolen.

Hauptaltar in Muschelkalk. Taufstein und Tabernakel von 1964 mit Flachreliefs (Gang nach Emmaus) von Antoine Claraz (1909 - 1997). Kreuzweg von Insam & Prinoth, St. Ulrich/Bozen.

Der Flügelaltar von 1964 mit Statuen aus dem Jahr 1514 von Hans Roditzer (ca. 1480 - nach 1521) ist eine besondere Kostbarkeit: «Anna Selbdritt», Maria von Magdala, Katharina von Alexandrien (nach Nikolaus die zweite Patronin des Kantons Freiburg), Stephanus, Johannes Evangelist (Lieblingsjünger Jesu), Laurentius, Aegidius/Egid/Gilles (gründete die Benediktinerabtei St. Gilles in der Camargue), Margaretha von Antiochien (Patronin des Bauernstandes).

Im Schiff originale Kanzel, Beichtstühle und Altäre von Franz August Müller (1848-1912). Glasgemälde im Chor: Stephanus

Glasgemälde im Schiff: im Süden die Geheimnisse des freudenreichen und im Norden des glorreichen Rosenkranzes, zugeschrieben Raymond Buchs (1878 - 1958), ausgeführt 1909 von Kirsch & Fleckner. In der Sakristei Wappenscheibe der Gemeinde Jaun.

Orgel von 1923.

Über dem Giebel Totenglocke/Sterbeglöcklein von 1857 von Louis Roelly, Fribourg.

Geläute des gefragten Giessers Jules Robert, der seinen Betrieb aus Nancy um 1905 nach Porrentruy verlegte und manche klangschöne und geschmackvoll verzierte Glocken goss.
Stimmung: e’ – fis’ – gis’ – h’

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