Das Obersimmental liegt am Oberlauf der Simme. Über das Schnidejoch führte bereits in prähistorischer Zeit ein wichtiger Übergang ins Wallis. Am Iffigsee lag eine römische Station. 1347 wurde das Landrecht erstmals urkundlich festgehalten. Die Berner eroberten einen Teil des Tales 1386 und erweiterten ihre Herrschaft nach und nach bis zur Eingliederung der Lenk 1502. Sie bestätigten die alten Privilegien weitgehend. Da sich die Obersimmentaler gegen den neuen Glauben wehrten, setzte sich die Reformation in Boltigen, Lenk, St. Stephan und Zweisimmen erst nach und nach durch.

Säumerei und Viehzucht (Simmentaler Fleckvieh) und Käseherstellung waren wichtige Wirtschaftszweige. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gewann die Milchwirtschaft an Bedeutung.