Das von der Sarine durchflossene Tal gehörte lange zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Savoyen und der von ihnen abhängigen Grafen von Greyerz. Talwege durch die Engpässe, im Westen bei La Tine, im Osten bei Le Vanel, führten ins Pays-d'Enhaut. Der meistgenutzte Saumweg führte über den Col de Jaman nach Vevey. Etwa 30 Jahre nach der Gründung des cluniazensischen Priorats Rougemont 1115 entstehen auch Kirchen in Château-d’Oex und L’Etivaz. 1555 erwirbt Bern das Pays-d’Enhaut von den Grafen von Greyerz, setzt die Reformation durch und verwaltet das Gebiet fortan als Bezirk Welsch-Saanen (Chessenay). Pierre Viret (1511 - 1571) wird der erste reformierte Pfarrer des Tals. Seit 1803 bilden die französisch sprechenden Gemeinden Rougemont, Château-d’Oex und Rossinière das Pays-d’Enhaut und gehören zum neu gebildeten Kanton Waadt.

Säumerei, Alpkäsereien und Viehzucht waren die wichtigsten Wirtschaftszweige. Die 1905 eröffnete Montreux- Oberland-Bahn förderte die touristische Entwicklung.