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Grodey, St. Stephan

Bifang Nr. 311, datiert 1672, Stubengeschoss jünger restauriert 1968. Ansprechendes, zweistubenbreites Wohnhaus in traditioneller Disposition, Bauart und Gestaltung. Schnitzereien und Malereien sind mit dem Dekor an Haus Nr. 304 verwandt. Herausragend ist die sehr frühe Jagdszene auf der Brüstung des Gadengeschosses. Ein Jäger und mehrere Hunde jagen Bären und Gemsen, die hübsche Szene ist durch eine strenge Abfolge gegliedert. Jagdszenen kommen besonders häufig im späten 16. Jahrhundert im Frutigland, im späten 18. Jahrhundert im oberen Simmental und im Saanenland vor. Die Szene von 1672 in St. Stephan ist also nicht zeittypisch.

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Kursiv bedeutet Originalzitat aus einer Inschrift.
Nr. X bedeutet die Gebäudeversicherungsnummer (Nr. GVB).
Strassenname + Nummer bedeutet Postadresse.
Hausweg + Zahl oder Zahl allein entspricht der Nummer im Hauswegprospekt.

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