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Matten, St. Stephan

Nr. 236, datiert 1696, renoviert 2012. Prächtiges, gut erhaltenes Bauernhaus mit drei breiten Frontstuben, traditionelle Mischkonstruktion, in der Fassade ist der anspruchsvolle Charakter des Hauses ablesbar: Bereits die doppelte Schwelle ist mit einem Würfelfries geschmückt, die Bohlen der Stubenbrüstung sind fein gerillt, über den beiden Fensterreihen folgt je eine grosse Ornamentzone mit zahlreichen geschnitzten Friesen. Die Reste einer verblichenen Fraktur, zwei Kreisornamente im Giebel, die Blendbogenfriese und die strenge Profillinie der Blockkonsolen erlauben eine Datierung des Hauses um 1675, also in die Zeit der Zimmermeister Jakob Trachsel und Hans Tüller (vgl. "Alte Kastlanei" 1671, Saanen Nr. 231/232).

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Kursiv bedeutet Originalzitat aus einer Inschrift.
Nr. X bedeutet die Gebäudeversicherungsnummer (Nr. GVB).
Strassenname + Nummer bedeutet Postadresse.
Hausweg + Zahl oder Zahl allein entspricht der Nummer im Hauswegprospekt.

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