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Vennerhaus, Bühl, Oberwil

"Vennerhaus" (Nr. 201), Ständer-/Blockbau mit abgewalmtem, steilem Satteldach und Sparrenknechten auf weit ausholenden Blockkonsolen. Erbaut 1757 von Baumeister Ulrich Ulrich, Maurermeister Hans Im Obersteg und Zimmermeister Hans Messerli für Jakob Joneli derzeit Landesvener, und Margret Regetz sein Ehegemahlin /Anna Joneli Ihr Töchterlin. Die Inschrift zählt alle Mitarbeiter namentlich auf. Einmalig ist die Inschrift auf der Schwelle: Der Maler Allenbach als ein armer Tropf dem Meister Amrein als ein listiger Kopf gar wohl behilflich war mit malen und Farb reiben, dass er wohl soll die Meisterschaft haben. Die vielfarbige Malerei ist flächendeckend und zeigt, nebst der grosszügigen Krönung im Giebel mit den Wappen Joneli und Regetz, Füllhörner, Blumen, Rebstöcke, Kartuschen und Ranken, sowie die farbige Fassung der stark plastisch geschnitzten Bauteile. Die reichen Frakturen verschiedener Schriftgrade - von der monumentalen auf der Gadenbrust bis zu zierlichen in den Kartuschen - enthalten nebst der Baudokumentation Verse dieses Malers und Poeten Stephan Allenbach (Zitat aus der Kirche Adelboden). Auch hier gibt es eine Sonntagsstube. Das Stubenwerk wurde um 1900 erneuert und verändert (Einzelfenster). Grosse Renovation 2007, besonders des Stubengeschosses.

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Kursiv bedeutet Originalzitat aus einer Inschrift.
Nr. X bedeutet die Gebäudeversicherungsnummer (Nr. GVB).
Strassenname + Nummer bedeutet Postadresse.
Hausweg + Zahl oder Zahl allein entspricht der Nummer im Hauswegprospekt.

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